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Weg Marschall Radetzky
Wo der Radetzky Marsch begann

Was nur ist in Tržič so himmlisches, dass der berühmte Marschall Radetzky – genau der, dessen berühmten Marsch die Wiener Philharmoniker zu jedem Neujahrstag spielen und die ganze Creme de la Creme verzückt im Takt dazu klatscht - nachdem er sich während der Kämpfe mit Napoleon die Zeit für die Hochzeit nahm, genau an diesem Ort von der geizigen Schwiegermutter ein Herrenhaus für 60.000 Goldmünzen kaufte? Ihm gefiel es hier! Glauben Sie es ruhig. Er war ein Mensch mit Geschmack!

Herrenhaus "Grad Neuhaus"

Vom Parkplatz an der Halle der Olympiateilnehmer "Dvorana tržiških olimpijcev" steigen wir die Treppen hinauf zum Herrenhaus "Grad Neuhaus".

Das Herrenhaus "Grad Neuhaus" erhebt sich auf dem Hügel hinter der Kirche des St. Andreas unter ihm entwickelte sich die ursprüngliche Tržičer Siedlung. Sein berühmtester Eigentümer war mit Sicherheit der Graf Johann Josef Wenzel Radetzky von Radetz, der österreichische Feldmarschall von tschechischer Herkunft, der das Herrenhaus mitsamt den Besitztümern von seiner Schwiegermutter kaufte und in den Jahren 1807 und 1819 hier auch zeitweilig lebte.

Als im Jahr 1811 Tržič von einem schrecklichen Feuer heimgesucht wurde, blieb nicht einmal das alte Herrenhaus "Grad Neuhaus" vom Brand verschont. Nach dem Brand teilte Kaiser Napoleon Tržič eine finanzielle Unterstützung zu. Wie edelmütig Radetzky war und wie gern er Tržič hatte zeigt die Tatsache, dass er dem Verwalter des Herrenhauses "Grad Neuhaus" auftrug es solle für den Bau des neuen Herrenhauses die Bewohner von Tržič beschäftigen, für ihren Lohn verbrauchte er den gesamten Betrag, der ihm für das abgebrannte Herrenhaus zugeteilt wurde.

Französisches Denkmal

Auf dem Sattel zwischen Neuhaus und dem Hang Kamnik steht ein Burgdenkmal, besser bekannt als Französisches Denkmal, an der Stelle, an der zu Napoleons Zeit französische Soldaten beerdigt worden sein sollen. Vorbei an dem Denkmal gelangen wir über den Spazierweg zur Siedlung Slap und kehren über die Straße Cankarjevi cesti zurück um Haus "Kurnikova hiša", wo wir rechts in die Straße Partizanska ulica einbiegen.

Opestniki - Prellsteine

Auf der Straße Partizanska ulica können wir zahlreiche Prellsteine am Straßenrand sehen, sogenannte »opestniki«. Sie sind nach der Radnabe (pesto) am Rad des Wagens benannt, das gegen den Stein prallte und somit nicht die Häuser beziehungsweise die Fassaden beschädigte.

Brandschutz

Wir setzen den Weg auf der Hauptstraße von Tržič, der Straße Trg svobode, abwärts fort. Nach dem Brand im Jahr 1811 veränderte sich das Stadtbild und das Wesentliche blieb bis heute erhalten. Für die Stadterneuerung nach dem Brand trug auch Marschall Radetzky mit einem beträchtlichen Teil seines Vermögens bei, zugleich ordnete er auch die Beachtung des Brandschutzes an - Brandschutzwände, steinerne Balkone, Tür- und Fensterrahmen, sowie eiserne Türen und Fensterläden.

Hammerwerk Germovka

Von der Straße Trg svobode biegen wir in die Straße Kovaška ulica, die uns zum Hammerwerk Germovke (Kovaška ulica 2) führt, das älteste Hammerwerk und die älteste Schmiede nach dem Jahr 1811, zugleich auch die einzige der einst so zahlreichen Eisenhütten und Hochöfen, die in diesem Teil der Stadt bis heute erhalten blieb. Mit dem Wiederaufbau nach dem Brand wollte Radetzky die die Konjunktur im Gewerbe und der Manufaktur erneut ankurbeln.

Tržičer Museum

Den Weg setzen wir an den über die Straße Za Mošenikom fort, die uns zum Tržičer Museum bringt (Muzejska ulica 11). Von hier kehren wir über die Straße, in der im Jahr 1811 das Feuer ausbrach, zurück auf die Straße Koroška cesta zur Pizzeria "Pod gradom". Von hier gelangen wir durch das erneuerte Portal auf den Gutsherrenbesitz und steigen hinauf, zurück zum Herrenhaus "Grad Neuhaus".

Kamnik

Sofern unsere Zeit es uns erlaubt und wir geeignetes Schuhwerk tragen können wir noch auf den 873 Meter hohen Kamnik steigen, ein Aussichtspunkt, der einen herrlichen Blick auf Tržič bietet, bei schönem Wetter auch auf die nähere und weitere Umgebung.

Einst war Kamnik eine nackte Gegend, seine Bewaldung hat erst mit Radetzky begonnen. Nach dem Brand ließ er den bis dahin nackten Kamnik mit unterschiedlichen Baumarten bewalden, hierzu beschäftigte er viele arme Brandopfer und gab ihnen hierdurch die Möglichkeit zumindest fürs blanke Überleben zu verdienen.

Zum Aussichtspunkt Kamnik gelangen wir vom Herrenhaus "Grad Neuhaus" geradeaus in Richtung Radetzky Weg. Den Aufstieg setzen wir auf dem Fußweg fort, dann weist uns ein Pfeil auf einem Baum die rechte Richtung. Oberhalb des Gartens geht der Weg in Wald über und beginnt steil anzusteigen. Der gut gekennzeichnete Weg führt uns noch an einigen Abzweigungen vorbei, dann geht er allmählich in einen besseren Aussichtsgraben über. Hier setzen wir den Weg leicht rechts fort und nach einigen Minuten Fußweg erklimmen wir den Aussichtsgipfel.

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