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Der Drache von Tržič

Unmittelbar vor der Altstadt erwartet Sie auf einer felsigen Fläche der Drache, der gemäß der Legende für die Entstehung der Stadt Tržič verantwortlich ist.

Über die Skulptur

Die Geschichte über den Drachen ist ein bedeutender Teil des immateriellen Kulturerbes unserer Stadt, der durch die Generationen erhalten blieb. Der Drache wurde von den Mitgliedern des Kulturellen Kunstvereins AMPUS unter der Leitung von Anže Bizjak, Anže Aljančič und Aleš Povale gefertigt. 

Die Skulptur wiegt über 1 Tonne und wurde ganzheitlich aus Eisenteilen zusammengesetzt, und zwar wurden fast 200 m Rundrohr allein für die Konstruktion verarbeitet sowie für das endgültige Aussehen weitere 900 m ca. 4 cm breiter Eisenstreifen, die aus 1,5 mm starken Platten geschnitten wurden.

Der Kopf, sowie einzelne Segmente wurden ebenso aus 1,5 mm starken Blechen geschnitten. Für die Schweißarbeiten wurden fast 5 km Schweißdraht verbraucht.

Die Legende über die Entstehung der Stadt Tržič: Der Drache aus dem Hahnen-Ei (Überlieferung)

Einst hab´n oben auf´m Berg Menschen gelebt. Die Erde hab´n se nicht bearbeitet, das Erz hab´n se aber gegraben, das Quecksilber. Einer, der ganz am Ende vom Dorf gelebt hat, hatte einen schwachen Hahn. Als der Nachbar diesen hat der sofort g´meint: ″Mit dem wird aber nix!″ "O, klar wird der!″ hat Jakob geantwortet. Und er hat seinen Hahn gut gefüttert, aber das hat nix geholfen. Der Hahn war dürr und zu nix zu gebrauch´n.

Eines nachmittags, als Jakob und sein Hahn inder Sonne vor dem Haus saßen, kam eine puklige Alte vorbei. ″Eine Hexe,″ dachte Jakob gleich, ″werd sie wegen Futter fragen.″ Rief die Alte und die gab ihm ein Pulver. Damit sollte er den Hahn jeden Tag füttern.

Ab da wuchs der Hahn schnell und wurde immer prächtiger. Eines morgens, noch bevor Jakob ihn mit dem Pulver füttern konnte, ist der Hahn auf den Gipfel des Berges Košuta entwischt. Jakob hat nach ihm gerufen, doch der Hahn hörte nicht.

Er setzte sich auf einen Fels und hat laut gekackert, ist mal hierhin mal dorthin geflog´n, hat umhergeschaut, schliesslich ist er zu einem Loch g´flog´n und hat dort ein Ei gelegt. Dann hat er sich neben das Loch gelegt, damit das Ei immer in der Sonne lag. Nach einiger Zeit ist eine großer Drache geschlüpft.

Der Drache ist so stark gesprungen, dass es die Berge erschütterte und Felsen löste. Die Felsen rollten ins Dorf, sprangen über die Häuser. Die Menschen sind einer nach dem anderen ins Tal hinabgestürzt. Selbst der Drache erschrack wegen dem Lärm. Damals riss ein Felsen nahe von ihm, so dass ihn ein schrecklicher Tod erwartete.

Die Menschen sind den Hang runter gerannt und gerannt. Schliesslich mussten sie stehnbleiben um zu verschnaufen. Die Gegend hat ihnen so gut g´falln, dass sie dort geblieb´n sind. Da hab´n se Hütten und Werkstätten gebaut, so dass ´ne kleine Stadt entstand.Tržč haben sie sie g´nannt. Einige, die fürchteten, dass der Berg noch einmal über sie rollt, sind noch weiter runter g´laufen. Es wird erzählt, sie seien in Kropa stehngeblieb´n. Nicht verwunderlich, denn es ähnelt Tržič sehr, nur die Berge dort herum sind nicht so schicksalshaft.

Vereinfachte Niederschrift der Überlieferung

Quellen und Literatur

  • Janc. F. (2018). Podljubelj.
  • Logar. T. (1975). Slovenska narečja. Ljubljana: Mladinska knjiga.

Die Legende über die Entstehung der Stadt Tržič: Der Drache aus dem Hahnen-Ei (mündliche Überlieferung)

»Wenn ein alter Hahn ein Ei legt, dann schlüpft aus diesem ein riesiger Drache,« so sprachen die älteren Bewohner des Berges Šentan. Das Ereignis schildern sie so:

»Vor mehreren Jahrhunderten gab es in der Siedlung unterhalb des Loibl zu mehr als die Hälfte Schmieden. Dort hatte ein Schmied einen alten Hahn, der ihm auf den Berg Košuta entwischt ist, wo dieser dann ein Ei gelegt hat, aus welchem dann ein Drache geschlüpft ist. Der Drache hat sich im Berg verkrochen, wo er zu einer riesigen Bestie heranwuchs, die den Berg dann in zwei Teile spaltete. Dabei löste er einen dröhnenden Felssturz aus, der die Siedlung unter dem Berg begrub. Um sich zu retten, liefen die Bewohner ins Tal. Nach einiger Zeit ging ihnen der Atem aus, so dass sie stehenblieben. Dort steht die heutige Stadt Tržič.«

Im Gebiet von Podljubelj und im Tal „Pod Košuto“ können wir noch heute riesige Felsblöcke beobachten, die als stumme Zeitzeugen des damaligen Ereignisses zurückblieben. Im 14. Jahrhundert konnten sich die Menschen die Entstehung des Felssturzes nicht anders als mit einem furchteinflößenden Drachen erklären und so entstand die Legende über die Entstehung der Stadt Tržič

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